Hausbau als Investition in die Zukunft

Die Rentendebatte hat Deutschland seit einigen Jahren voll im Griff. Klar ist, dass die meisten Arbeitnehmer, die heute unter 40 Jahren sind, später nicht von ihrer Rente leben können werden. Damit ist nicht nur die gesetzliche Rente gemeint, sondern auch die immer wieder beworbenen privaten Zusatzprodukte wie die Riesterrente. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer wird mit seinem durchschnittlichen Gehalt selbst mit privaten Zusatzversicherungen nicht auf das frühere Nettoeinkommen kommen – und bei Menschen die länger Teilzeit gearbeitet haben oder die Kinder erzogen haben, sieht es noch viel schlimmer aus.

Dazu kommt das Problem der Inflation: Selbst wer heute eine ordentliche Summe ansparen kann, wird in 30 Jahren feststellen müssen, dass das angesparte Geld dann längst nicht mehr so viel wert ist wie heute. Kein Wunder also, dass die Menschen sich nach zukunftssicheren Investitionen umsehen, damit die Altersarmut kein bedrohliches Schreckgespenst wird. Manche stecken ihr Geld in zeitlose Sachwerte wie Gold und Silber, die sie im Tresor bunkern – doch die beste Möglichkeit, das eigene Geld zukunftssicher zu investieren, ist der Kauf eine Immobilie oder der Bau eines eigenen Hauses.

Die Vorteile des eigenen Hauses

Manche Vorteile liegen direkt auf der Hand: Statt jeden Monat Miete zu zahlen und am Ende mit leeren Händen dazustehen, zahlt der Häuslebauer monatliche Kreditraten ab und steht nach 20 Jahren mit dem eigenen Haus auf soliden finanziellen Füßen. Mehr noch, im Alter entfallen die finanziell belastenden Mietzahlungen.

Ein weiterer Vorteil des eigenen Hauses sind natürlich die Gestaltungsmöglichkeiten. Wer nicht gerade im teuersten Viertel der Großstadt bauen will oder im vorstädtischen „Speckgürtel“ der Städte, findet vor allem in kleineren Städten noch günstiges Bauland, das das Anlegen eines schönen Gartens rund um das Haus ermöglicht. Beim Haus selbst bieten sich vielfache Gestaltungsmöglichkeiten, denen höchstens der eigene Geldbeutel Grenzen setzt. Wer schon immer davon träumte, als Prinzessin im eigenen Burgturm zu residieren, kann seinem eigenen Haus einen schönen Runderker hinzufügen, wer kein größeres Glück kennt, als ich im Sommer im Swimming Pool zu aalen, kann im Garten ein kleines Schwimmbecken einbauen lassen. Wer das Haus vor allem als Altersabsicherung bauen will, kann bereits bei der Planung an die spätere Gebrechlichkeit denken und sich für einen Bungalow entscheiden, in dem keine Treppen gestiegen werden müssen. Eine gute Ratgeberseite, die unterschiedlichste Haustypen vorstellt und ihre Vor- und Nachteile auflistet, findet sich auf hausbauberater.de.

Nicht zu verachten ist natürlich auch die Möglichkeit, ein neues Haus nach den modernsten energiesparenden Konzepten zu bauen und so auf lange Sicht viele hundert Euro zu sparen und sich von den Abzockemethoden der großen Stromversorger unabhängig zu machen. Zu den bekanntesten Methoden der Selbstversorgung gehört die Photovoltaik, bei der Solarpaneele auf dem Dach angebracht werden, die das Sonnenlicht in Strom verwandeln. Aber auch in der Hausbauweise selbst lassen sich heute viele Tricks unterbringen, durch die beispielsweise die Wärme viel besser zirkuliert und die Heizkosten senkt, oder große Fenster viel mehr natürliches Licht einfallen lassen und so die Stromkosten für die künstliche Beleuchtung senkt.

Wo gibt es günstiges Bauland?

Die allererste Frage ist hier natürlich, wie flexibel man bei der Wohnortwahl sein kann. So sind die Grundstückspreise im Stadtstaat Hamburg mit Abstand am höchsten – wer jedoch ins niedersächsische oder schleswig-holsteinische Umland ausweicht und bereit ist, 30-40 Kilometer zur Arbeit nach Hamburg zu pendeln, kann noch immer günstiges Bauland erwerben. Nicht anders verhält es sich in anderen Metropolregionen Deutschlands wie z.B. rund um München oder Köln. Auch im früher so günstigen Berlin sind die Grundstückspreise stark angezogen.

Am günstigsten ist Bauland nach wie vor in den östlichen Bundesländern zu haben: Vor allem in Sachsen-Anhalt (29 Euro pro Quadratmeter) und Thüringen (32 Euro/m²) ist Bauland ein Schnäppchen, während die Preise in Brandenburg und Sachsen dank der großstädtischen Einzugsgebiete um Berlin, Leipzig und Dresden schon etwas höher sind. Doch auch die 52 Euro/m² in Sachsen sind noch ein Schnäppchen im Vergleich zu dem, was im Westen fällig wird: in Bayern beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis satte 227 Euro, im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen 143 Euro. In Baden-Württemberg, der Heimat der Häuslebauer sind es 175 Euro und in der Hauptstadt Berlin 276 Euro. Den Vogel schießt jedoch Hamburg ab: Satte 582 Euro kostet der Quadratmeter in der Hansestadt im Norden.

© Foto: Fotolia – Alterfalter

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