Warum Jim Beam ein Deutscher ist

Jim Beam steht wie kaum eine andere Whisky-Marke für den klassischen amerikanischen Bourbon aus dem Süden. Was kaum jemand weiß: “Erfunden” wurde Jim Beam von einem deutschen Einwanderer mit dem Namen Johannes Jakob Böhm. Bis heute ist die Marke teilweise im Familienbesitz geblieben und noch heute tragen mehrere Mitglieder der Familie Beam den Titel “Master Destiller.”

Die Geschichte der heutigen Weltmarke begann im Jahr 1752, als das deutsche Ehepaar Nicolas und Margaretha Böhm mit fünf Kindern in die USA einwanderten und sich in Pennsylvania niederlassen, einem beliebten Ziel für deutsche Auswanderer. Ihr Sohn Johannes Jakob, viertes von fünf Kindern, zog im Alter von 18 Jahren nach Maryland um dort eine Farm zu gründen und begann dort mit dem Brennen von Whisky aus überschüssigem Getreide. Whisky kam ursprünglich aus Schottland und Irland, wo das hochprotenzige Getränk unter dem gälischen Namen uisge beatha (Wasser des Lebens) bekannt war, das über die Verschmelzung Uisqubach von den Engländern schliesslich zu Whisky gemacht wurde.

Der Unterschied zwischen Bourbon und Scotch Wiskey

Während der originale gälische Whisky vor allem mit Gerste hergestellt wurde, mussten die ersten amerikanischen Whisky-Destilleure zunächst zu Weizen und Roggen greifen, da die Gerste in den USA nur schlecht wuchs. Auch Johannes Jakob Böhm versuchte es zunächst mit Weizen, ehe er 1790 nach Kentucky umsiedelte, wo in erster Linie Mais angebaut wurde. Aus dem Experiment aus Mais Whisky zu produzieren, entstand eine neue Whisky-Sorte, die Böhm – der sich mittlerweile in Jacob Beam umbenannt hatte – nach seinem neuen Wohnsitz in Bourbon County als “Bourbon Whisky” bezeichnete. Heute ist die Bezeichnung “Bourbon” für alle amerikanischen Whisky-Sorten geläufig, die aus einer Getreidemischung mit mindestens 51% Mais bestehen.

Jacob Beams Gebräu fand schon schnell Abnehmer und er gründete seine eigene Destillerie Old Tub, in der er “Old Jake Beam” produzierte und in Fässer abfüllte. Nach ihm sorgten sein Sohn David, sein Enkel David M. und schliesslich sein Urenkel James für die Fortführung und Expansion des Familienunternehmens. In die Zeit des letzteren fiel die amerikanische Prohibition, als die Whisky-Produktion in den gesamten Vereinigten Staaten stillgelegt wurde. Doch James B. Beam gab nicht auf: Kaum war die Prohibition beendet, baute er im nahegelegenen Clermont eine neue Whisky-Destillerie und verkaufte das Getränk unter dem heute so berühmten Namen Jim Beam.

Heute ist eine Vielzahl von guten Jim Beam-Sorten im Handel, darunter der reguläre vierjährige “White Label”, der in jedem Supermarkt zu finden ist, als auch teure Premiumsorten und Mixgetränke, die Whisky mit Cola oder Ginger Ale vermischen. Daneben werden mittlerweile auch verschiedene andere Produkte wie Grillsaucen, Räucherschinken und Beef Jerky unter dem Markennamen Jim Beam vertrieben.

Whisky-Aficionados können eine Destillery Tour in Clermont mitmachen, die Familie Beam selbst kennenlernen und natürlich auch an einer kostenlosen Whisky-Probe teilnehmen.

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